Über den Garten
Arten
Gewächsflächen
Weitere botanische Sehenswürdigkeiten in Hemavan
Öffnungszeiten
Führungen
Wegbeschreibungen und Karten
Kontakt und
Mitgliedschaft
Leitung
Links
Archiv

Heimkommen

Gewächsflächen im Hochgebirgsgarten Hemavan


Gewächsfläche 1

Auf dieser Fläche ist die Vegetation an gebirgsnahen, ehemals unregulierten See- und Flussufern zu sehen, an denen im Vorsommer Hochwasser sowie im Spätsommer und Herbst Niedrigwasser herrschte. Vor dem Ausbau der Wasserkraft wiesen diese Ufer einmalige und äußerst artenreiche Pflanzengesellschaften auf. An den Flussufern trafen „bergab wandernde" Gebirgspflanzen mit „bergauf wandernden" Tieflandgewächsen aufeinander. Am oberen Teil der Ufer lagerte das Hochwasser nährstoffreiche Sedimente ab, die einen fruchtbaren Boden mit üppigem Wachstum u.a. mit Zimtrosen bildeten. Am unteren Teil der Ufer stieß man auf amphibische Kleinkräuter, die sich wie ein blühender Teppich ausbreiteten, wenn das Land bei Niedrigwasser trocken war. All das ist auf Grund des gänzlich regulierten Umeälvens verschwunden; viele dieser Arten aber, die vom Vindelälven und dem Flüsschen Vojmån stammen, sind hier auf der Gewächsfläche 1 wieder zu sehen. Besonders interessant dürfte die Taraxacum crocodes, der jämtländische Löwenzahn mit seinen orange-roten Blüten sein.

Gewächsflächen 2-6
Die Flächen 2-6, die sich an den östlichen Teil des Ufers anschließen, sind von ihrer Lage her stark dem Wind ausgesetzt und eignen sich daher für kleine und niedrige Pflanzen. Hier trifft man auf Hülsenfrüchtler, Nelkengewächse sowie Steinbrech- und Fettgewächse. Andere windunempfindliche Pflanzen, wie z.B. arktischer Mohn fühlen sich hier besonders wohl.

Gewächsflächen 7-9
Die Flächen 7-9 sind Spezialflächen für einige sog. „schwere" Artgruppen: Nr. 7 Gefäßkryptogame (Farnkräuter, Schachtelhalm und Bärlappe), Nr. 8 Gräser und Seggen, 9 Riedgräser.



Schwedischer Hartriegel Cornus suecica


Gewächsflächen 10-12

Die Flächen 10-12 zeigen Pflanzengesellschaften, d.h. Pflanzen in ihrer natürlichen Gattungsvielfalt auf subalpiner Heide mit kalkarmem (Nr. 10) bzw. kalkreichem Boden (Nr. 12). Auf der erstgenannten Fläche stehen die Namensschildchen weit voneinander entfernt und symbolisieren damit die geringe Anzahl der Arten. Im Bereich der letztgenannten Fläche (12) findet man einen wahren Schilderwald, der andeutet, dass die kalkreiche subalpine Heide die artenreichste Gesellschaft des Gebirges ist. Zwischen den mit Moos bewachsenen Kalksteinblöcken drängt sich dicht an dicht mit einer Vielfalt blühender Kräuter die Silberwurz, das floristische Landschaftssymbol Lapplands und trotz ihres Namens von der Wuchsform her ein Spalierstrauch. Die dazwischen liegende Fläche 11, symbolisch mit einem kleinen Steinmandl versehen, zeigt hochalpine Pflanzen. Schon vor Mittsommer blühen hier Gletscher-Hahnenfuss, Schneehahnenfuß und Roter Steinbrech. Weiter zum Sommer hin muss man sich daher mit Gras- und Seggenarten sowie mit hübschen, mit Landkartenflechten bewachsenen Steinen begnügen.

Gewächsfläche 13
Die Fläche Nr. 13 ist gleichsam die „Flora islandica". Die isländische Flora hat vieles mit der skandinavischen Gebirgsflora gemeinsam, und die Vegetation auf jüngeren Lavafeldern hat gewisse Ähnlichkeiten mit derjenigen auf Serpentin (vgl. unten).

Gewächsflächen 14-15
Auch auf den Flächen 14 und 15 gibt es zahlreiche Steine, jedoch von anderer Art. Sie haben eine rotbraune Farbe, und ihnen fehlt der Bewuchs von Landkartenflechten. Es handelt sich um Serpentin, ein eigentümliches Gestein, das den Hauptteil des viel besuchten Berggipfels Atoklimpen bildet. Serpentin beinhaltet Nickel, weshalb er für die meisten Pflanzen giftig ist. Die Flora auf Serpentin besteht daher aus einer stark begrenzten Anzahl von Arten, von denen die meisten der Familie der Nelkengewächse angehören, die auf diesem Substrat gedeihen können. Ein Teil der Pflanzen, die auf den Flächen 14 und 15 gezeigt werden, sind in Bezug auf Serpentin endemische Pflanzen, d.h. sie wachsen in der Natur ausschließlich auf Serpentin.

Gewächsflächen 16-31>>


Hemavan-Tärnaby Turistbyrå
Naturum Vindelfjällenn
Lapland 4U
Vindelfjällen - Europas största naturreservat
Kungsleden